Der Markt ist leergefegt

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Stuttgart ist gefragt wie nie, was sich weniger in der Zahl der Wohnungsverkäufe als vielmehr in den gestiegenen Preisen widerspiegelt. 2017 zeichnete sich erstmalig ein Tief ab: Hier wurden so wenige Immobilien verkauft wie zuletzt vor drei Jahrzehnten. Dies entspricht einem Minus von 11,5 Prozent. 2018 zeigten sich dieselben Tendenzen; im ersten Halbjahr erzielte man nur 119 Immobilienverkäufe. Grund hierfür ist, dass schlichtweg das Angebot an Neubauten fehlt.

 

Ähnlich sieht es im Bestand aus, im Wiederverkauf bereits bestehender Wohnimmobilien. Waren in der Vergangenheit 1300 Verkäufe im ersten Halbjahr üblich, wurden 2017 nur 1161 Einheiten veräußert. Es hat den Anschein, dass der Markt für neue Wohnungen fast komplett zum Erliegen kommt. Die große Nachfrage und das geringe Immobilienangebot wirken sich auch auf die Preise aus, die für eine Eigentumswohnung, Einfamilien-, Zweifamilien- und Dreifamilienhäuser in Stuttgart weiter nach oben gehen. Gute Chancen für Wohnungseigentümer und Hausbesitzer, Ihre Immobilie rentabel zu veräußern.

 

Bereits 2017 erreichten vor allem Neubauten Rekordpreise. Der Spitzenpreis für eine Wohnung auf dem Killesberg lag bei 16.941 Euro pro Quadratmeter. Durchschnittlich zahlte man 2017 5899 Euro pro Quadratmeter. Aber selbst Bestandsbauten werden teurer, weshalb 2018 ein Umsatzplus von 28 Prozent erzielt wurde. Hier lag der Durchschnittspreis für einen Neubau bei 6485 Euro. Vergleichsweise niedrig war der Quadratmeterpreis im Jahr 2015, wo 4969 Euro pro Quadratmeter anfielen. Die Teuerung setzt sich vermutlich auch 2019 fort. Möchte man eine Immobilie in der City verkaufen, kann man beispielsweise in prominenter Lage wie der Königstraße 29.000 Euro pro Quadratmeter verlangen. Hausbesitzer und Wohnungseigentümer, die ein Objekt in der Innenstadt besitzen, können also mit hohen Verkaufspreisen dank großer Nachfrage und geringer Konkurrenz auf dem Immobilienmarkt rechnen. Im Norden, im Bereich Neckar und auf den Fildern lassen sich enorme Gewinnspannen erzielen.

 

Experten gehen davon aus, dass die Preise für Immobilien weiter steigen, wenn auch nicht länger so rasant wie seit 2015. Ein Grund hierfür ist, dass zu wenig gebaut wird. Immobilienbesitzer, die überlegen, eine Eigentumswohnung oder ein Haus in Stuttgart zu verkaufen, sollten nicht zögern: Schon 2017 stiegen Preise für Einfamilienhäuser um elf Prozent an, während für Zwei- und Dreifamilienhäuser neun Prozent mehr gezahlt wurden. Beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses lassen sich ebenfalls deutlich höhere Quadratmeterpreise erzielen, denn sie sind bereits 2017 um sieben Prozent gestiegen. Eigentumswohnungen brachten ein Plus von elf Prozent ein, wobei der Durchschnittspreis von Bestandswohnungen 2017 bei 3949 Euro lag. Je nach Stadtteil ist aber mit weitaus höheren Quadratmeterpreisen zu rechnen: In der Innenstatt, Sillenbuch und Feuerbach können Immobilienverkäufer Preise von bis zu 7500 Euro pro Quadratmeter erzielen.